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Das Femininum im Mittelpunkt der Gesellschaft oder weiterhin mittendrin im Kampf um die Gleichberechtigung. Im heutigen Level mit neuen Diskrepanzen und Hashtags, vertritt und verkörpert die Frau viele Leben. Und das ist auch gut so, denn jede Frau soll die Freiheit haben, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Wenn ich über„Gender Mainstream“ lese, über die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, dann heißt es meistens als Grund, dass Frauen tendenziell weniger in Hochlohnbranchen und Führungspositionen arbeiten. Eine Lohngerechtigkeit muss ob Führungskraft, Angestellte oder Mutter auf allen Ebenen existieren.

Mit der Erwartung auf mehr Gleichstellung, möchte sich mein Blick mehr auf Schönheit, Intelligenz und Stärke der Frau richten. Ich mag surreale Frauenbilder. Sie vermitteln unterschiedliche Emotionen und haben trotzdem etwas meditatives. Diese Werke vermitteln Ruhe und kommunizieren durch ihre anmutige Art mit dem Betrachter. Auch Frauenbilder, die neben der Ruhe auch Macht und Überlegenheit provokativ ausstrahlen, inspirieren mich.

Dem Menschen schaue ich instinktiv zuerst auf die Augen. Blicke oder ein Augenblick sagen viel mehr als gesprochene Worte. So sehr, dass meine abgebildeten Frauen die Augen aus genau diesem Grund geschlossen haben. Es geht einzig und allein um inneren Monolog. Dies wiederholt sich bei der Bilderserie „Dreaming Ladies“. Einige Frauen strahlen Liebe, andere hingegen Stärke und Macht aus. Dann gibt es Frauen, die facettenreich eine Verkörperung von allem sind.

I’m every Woman, its all in me“ Chaka Khan

Text: Tülin Colakgil ©2018